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Lohn in der Lehre in der Schweiz

Gesetzliche RahmenbedingungenBudgetLohn

Lohn in der Lehre in der Schweiz

Mit dem Start in die Lehre verdienst zum ersten Mal in deinem Leben Geld. Das motiviert. Aber: der Lohn alleine darf nicht ausschlaggebend für deine Wahl sein. Wichtiger ist, dass dich der Lehrberuf wirklich interessiert. Und, dass er zu deinen Stärken passt. Hier findest du alle wichtigen Infos zum Lehrlingslohn in deinen Wunschberufen.

Lehrlingslohn

Als Lernende:r bekommst du das erste Mal für deine Arbeit einen Lohn. Da du im Verlauf deiner Ausbildung immer produktiver arbeitest, wird der Lohn für jedes Lehrjahr angehoben. Informationen darüber findesr du in den Gesamtarbeitsverträgen (GAV) oder in Empfehlungen der Berufsverbände

Gesetzliche Rahmenbedingungen

Lehrvertrag

Es gibt keine gesetzliche Vorschrift für einen Mindestlohn während deiner Lehre. Wie viel Geld du am Ende des Monats erhältst, wird zwischen dir als Lehrling und deinem zukünftigen Lehrbetrieb verhandelt. Dies passiert vor der Unterzeichnung des Lehrvertrags und wird in diesem Vertrag festgehalten.

Gesetzlich regulierte Abzüge

Als Lerndende:r können dir bestimmte Beträge vom Lohn abgezogen werden. Das sind gesetzliche Vorgaben wie zum Beispiel für Versicherungen, wie zum Beispiel für Unfälle ausserhalb der Arbeit, für die Alters- und Arbeitslosenversicherung. Auch Ausgaben, die dein Arbeitgeber für dich übernimmt, wie beispielsweise für dein Essen, können abgezogen werden. Wie viel abgezogen wird, muss in deinem Arbeitsvertrag festgelegt werden.

Sozialleistungen

Ab dem 1. Januar nach deinem 17. Geburtstag werden dir die Beiträge für AHV, IV, EO und ALV vom Bruttolohn abgezogen — zusammen 6.4%. Je nach Lehrbetrieb kommen Beiträge für die Nichtberufsunfallversicherung (NBU) und eine Krankentaggeldversicherung dazu. Bist du jünger, fallen diese Sozialversicherungsbeiträge noch nicht an.

Mindestlohn

Den Lehrlingslohn kannst du grundsätzlich mit dem Lehrbetrieb aushandeln. Das Gesetz schreibt keine Mindestlöhne vor.

Steuern

Da du ein regelmässiges Einkommen bekommst, bist du steuerpflichtig. Auch wenn du noch minderjährig bist. Oft ist der Lohn in der Lehre so gering, dass keine Einkommenssteuern anfallen. Beim Bund und bei den meisten Kantonen werden Steuern erst ab einem Nettolohn von über 10'000.- CHF fällig.

Mein Budget als Lernende:r

Kostgeld: was müssen Lernende zuhause abgeben?

Es gibt keine gesetzlichen Bestimmungen, wie viel du während der Lehre deinen Eltern abgeben musst. Am besten listest du gemeinsam mit deinen Eltern auf, was für Kosten du pro Monat hast für ÖV, Krankenkasse, Handy, Kleider, Körperpflege, Schulmaterial, Taschengeld, Sparen und auswärts essen. Dann entscheidet ihr gemeinsam, ob du alles übernehmen kannst, oder nicht. Ein Budget zu erstellen und einzuhalten, kann sehr lehrreich sein. Weitere Tipps findest du hier

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FAQ - die häufigsten Fragen

Wie viel verdient man in einer Lehre in der Schweiz?

Der Lohn in der Lehre kann je nach Kanton und Lehrbetrieb unterschiedlich sein. Er ist auch abhängig von Lehrjahr, Branche und Beruf. Die Berufsverbände geben Lohnempfehlungen ab. Eine aktuelle Übersicht für alle Lehrberufe pro Lehrjahr findest du in der Tabelle auf dieser Seite: Lehrlingslöhne nach Beruf und Lehrjahr

Übersicht: In welcher Lehre verdient man am meisten, in welcher am wenigsten?

Am meisten verdient man aktuell zum Beispiel in diesen Lehrberufen: . Am tiefsten sind die Löhne zum Beispiel in: . Die vollständige Übersicht für alle Lehrberufe pro Lehrjahr findest du in der Tabelle auf dieser Seite: Lehrlingslöhne nach Beruf und Lehrjahr

Wer bestimmt die Höhe des Lohns in der Lehre?

Lehrlingslöhne können grundsätzlich zwischen dem Betrieb und dem Lernenden ausgehandelt werden. Das Gesetz schreibt keine Mindestlöhne vor.

Welche Lohnabzüge gibt es bei Lernenden?

Ab dem 1. Januar nach deinem 17. Geburtstag werden dir die Beiträge für AHV, IV, EO und ALV vom Bruttolohn abgezogen — zusammen 6.4%. Je nach Lehrbetrieb kommen Beiträge für die Nichtberufsunfallversicherung (NBU) und eine Krankentaggeldversicherung dazu. Bist du jünger, fallen diese Sozialversicherungsbeiträge noch nicht an.

Gibt es einen Mindestlohn in der Lehre?

Nein, das Gesetz schreibt keinen Mindestlohn für Lernende vor. Die Berufsverbände geben Lohnempfehlungen ab, an denen sich die meisten Lehrbetriebe orientieren. In Branchen mit einem Gesamtarbeitsvertrag (GAV), der Lernende einschliesst, sind die dort festgelegten Mindestlöhne für die Betriebe verbindlich.

Muss ich als Lernende:r Steuern zahlen?

Mit einem regelmässigen Einkommen bist du grundsätzlich steuerpflichtig — auch wenn du noch minderjährig bist. In der Praxis ist der Lohn in der Lehre aber oft so tief, dass keine Einkommenssteuern anfallen: Beim Bund und in den meisten Kantonen werden Steuern erst ab einem Nettolohn von über 10'000 CHF pro Jahr fällig. Die genaue Grenze ist je nach Kanton unterschiedlich.

Wie viel Kostgeld muss ich zuhause abgeben?

Es gibt keine gesetzlichen Bestimmungen, wie viel du während der Lehre deinen Eltern abgeben musst. Am besten erstellst du gemeinsam mit deinen Eltern ein Budget mit deinen monatlichen Kosten (ÖV, Krankenkasse, Handy, Kleider, Schulmaterial, Taschengeld, Sparen) und ihr entscheidet zusammen, welche Kosten du selbst übernimmst.

Wie viel verdient man im 1., 2., 3. und 4. Lehrjahr?

Der Lohn steigt mit jedem Lehrjahr. Im Durchschnitt über alle erfassten Lehrberufe verdient man . Die Werte für deinen Beruf findest du in der Tabelle auf dieser Seite: Lehrlingslöhne nach Beruf und Lehrjahr

Bekommt man in der Lehre einen 13. Monatslohn?

Einen gesetzlichen Anspruch auf einen 13. Monatslohn gibt es für Lernende nicht. In Branchen mit Gesamtarbeitsvertrag (GAV) ist er teilweise auch für Lernende vorgesehen. Was für dich gilt, steht in deinem Lehrvertrag.

Verdient man mit EFZ mehr als mit EBA?

Meistens ja. Die Lohnempfehlungen für die zweijährigen EBA-Lehren liegen in der Regel unter denen der drei- oder vierjährigen EFZ-Lehren im gleichen Berufsfeld. Dazu kommt: Eine EFZ-Lehre dauert länger, du erreichst also zusätzliche Lehrjahre mit höherem Lohn. Nach einer EBA-Lehre kannst du zudem in eine verkürzte EFZ-Lehre einsteigen.

Wie viel verdient man nach der Lehre?

Deutlich mehr als im letzten Lehrjahr: Mit dem Lehrabschluss steigt der Lohn in den meisten Berufen auf ein Mehrfaches des Lehrlingslohns. Wie hoch der Einstiegslohn ist, hängt stark von Beruf, Branche und Region ab. Details zu den einzelnen Berufen findest du unter Berufe von A bis Z

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